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e-miglia 2010 – Etappe 4 von Bozen nach Rovereto

Ob es die Ahnung der Organisatoren war, dass mit dem Wetter nicht zu spassen ist, lässt sich nicht sagen. In jedem Fall war es ein Glücksgriff den parc ferme über Nacht in einer Messehalle einzurichten. Dadurch konnten wir das TWIKE offen lassen und die Feuchtigkeit, die sich bei der gestrigen Etappe gebildet hatte, konnte sich wieder verflüchtigen. Das Starterfeld verflüchtigte sich ab 7:00 Uhr in Richtung Trento, wo der Tross über Mittag Station machte.
Auf dem Weg dahin lag der Mendelpass (1362m) zu dem gut 1100 Höhenmeter zu überwinden waren und die erste Bewältigungsprüfung zu bestehen. Danach ging es schön gemütlich bergab nach Trento, wo auf der auf der Piazza Dante das Mittagslager samt obligatorischer Ladezeit aufgeschlagen war.

Nach vier Stunden ging es weiter zum Kaiserjägerpass – hoch, steil und eng. Wir kamen mit unserem TWIKE gut durch und mussten glücklicherweise nie an steilen Passagen anhalten um den übrigen Verkehr passieren zu lassen. War nicht ganz ohne und so waren wir froh am Checkpoint angekommen zu sein. Die Schwierigkeit lag dabei aber wenig an der Steigung, als viel mehr an den Kurven und der engen Straße, die einen häufig den Schwung verlieren liessen. Aber was soll ich sagen, das TWIKE hat es einmal mehr geschafft.

Letzter Pass des Tages und der gesamten Rallye war dann der Passo del Sommo. Ein Spaziergang geradezu und so nutzten wir den dortigen Checkpoint, wie viele andere Teams auch, für eine Kaffeepause, bevor es ganz entspannt auf das letzte Teilstück nach Rovereto ging. Man, war das eine Freude, als endlich das Ortschild zu sehen war. GESCHAFFT!!!
Apropos Entspannung. Wir haben es wieder geschafft eine Sonderprüfung zu verhauen. Ausgerechnet beim einzigen Stück, bei dem es einen definierte Ankunftszeit gab, liessen uns Glück und Navigationssystem im Stich. Es soll also niemand sagen, die e-miglia 2010 wäre einfach gewesen. Je sicherer man sich ist, desto leichter erwischt man eine Zeitstrafe.
Aber was solls, für uns und unser TWIKE war das Ergebnis besser als viele erwartet hatten. Nach der Zielankunft gestanden uns einige Rallyekollegen, dass sie jede Wette eingegangen wären, die unser Team als ersten Ausscheider gesehen hätte. Um so ehrlicher und herzlicher waren dann auch die Glückwünsche, die uns ausgesprochen wurden.

Die Glückwünsche können wir nur zurückgegeben, denn fernab der Ergebnislisten haben alle einen Sieg errungen. Nämlich ein Wagnis einzugehen, dessen Erfolg nicht von vorneherein feststand. Das Wichtigste aber ist, dass alle Teilnehmer die e-miglia 2010 zu Ende gefahren sind. Und wir haben gezeigt, dass Elektromobilität kein Nischenthema mehr sein muss. Spass gemacht hat es auch und wir freuen uns auf eine Fortsetzung bei der e-miglia 2011.

Bilder von der Schlussetappe der e-miglia 2010:

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Fotos: Michael Wenzl CC by-sa

Die letzte Webisode, eher malerisch:

Geschrieben von - 6. August 2010

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